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Selbstständig in Zypern: Beiträge, Steuern und Fristen

Wer in Zypern auf eigene Rechnung arbeitet, zahlt Beiträge nicht auf das, was er verdient hat, sondern auf einen Betrag, den das Gesetz seinem Beruf zuordnet. Das ist die Regel, die am häufigsten überrascht.

Von Alexander Volkhine7 Min. Lesezeit
16,6 %QuartalsweiseAb 2026
Eine Frau arbeitet am Laptop an einem Schreibtisch mit Pflanzen und Bücherregal

George Milton / Pexels

Kurz gesagt

Ein Selbstständiger in Zypern zahlt 2026 auf sein versicherbares Einkommen 16,6 % Sozialversicherung, 4 % GESY und seit dem 5. Januar 2026 zusätzlich 0,5 % an die Behörde für Berufsbildung — zusammen 21,1 %, jeweils mit eigener Obergrenze. Entscheidend ist die Bemessungsgrundlage: Das Gesetz ordnet jeden Beruf einer von sechzehn Kategorien zu, und der Beitrag läuft auf dem Mindestbetrag dieser Kategorie, auch wenn tatsächlich weniger verdient wurde. Dieser Mindestbetrag ist der wöchentliche Grundbetrag von 220,76 € multipliziert mit dem Faktor der Kategorie, die Obergrenze liegt bei 1.325 € je Woche. Wer weniger verdient, kann beantragen, auf das tatsächliche Einkommen einzuzahlen. Beiträge sind vierteljährlich fällig. Bei der Einkommensteuer gelten ab 2026 ein Freibetrag von 22.000 € und ein Spitzensatz von 35 % über 72.000 €.

  • 16,6 %Sozialversicherung, Anteil des Selbstständigen
  • 4 %GESY, bis 180.000 € Jahreseinkommen
  • 0,5 %Berufsbildung, neu seit 5. Januar 2026
  • 220,76 €Wöchentlicher Grundbetrag der Bemessung
  • 1.325 €Höchstbetrag je Woche
  • 120.000 €Ab hier müssen Abschlüsse erstellt werden
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Die Regel, die am meisten überrascht

In den meisten Ländern zahlt ein Selbstständiger Sozialbeiträge auf das, was er verdient hat. Zypern macht es anders: Das Gesetz ordnet jeden Beruf einer von sechzehn Kategorien zu, und jede Kategorie hat einen Mindestbetrag. Der Beitrag läuft auf diesem Mindestbetrag — auch in einem Jahr, in dem weniger übrig geblieben ist.

Der Mindestbetrag ist keine willkürliche Zahl. Er ist der wöchentliche Grundbetrag von 220,76 € multipliziert mit dem Faktor der Kategorie. Die Faktoren reichen von 1,50 bis 4,45.

Wer in einem schlechten Jahr weniger verdient hat als den Mindestbetrag, darf beantragen, auf das tatsächliche Einkommen einzuzahlen — mit Nachweisen, über ein eigenes Formular. Das ist keine Formalität, sondern der einzige Weg aus der Fiktion heraus. Wer zwei selbstständige Tätigkeiten ausübt, wird nur nach der Kategorie mit dem höheren Betrag versichert.

Die Berufskategorien 2026

Die Tabelle gilt vom 5. Januar 2026 bis zum 3. Januar 2027. Sie ist gekürzt auf die Kategorien, die für Unternehmer am häufigsten zutreffen.

Kategorie Faktor Mindestbetrag je Woche
Ärzte, Apotheker, Gesundheitsfachkräfte — erste zehn Jahre 2,20 485,67 €
dieselben, nach zehn Jahren 4,45 982,38 €
Buchhalter, Volkswirte, Anwälte und andere Freiberufler — erste zehn Jahre 2,20 485,67 €
dieselben, nach zehn Jahren 4,45 982,38 €
Direktoren (Unternehmer), Immobilienmakler, Großhändler 4,45 982,38 €
Bauhandwerk 2,70 596,05 €
Fahrer, Baumaschinenführer 2,15 474,63 €
Büroangestellte, Schreibkräfte, Kassierer, Sekretariat 2,15 474,63 €
Ladeninhaber, einschließlich Kiosk, Friseur, Kosmetik 2,05 452,56 €
Designer, EDV-Fachkräfte, Agenten, Musiker 2,20 485,67 €
Personen, die in keine andere Kategorie fallen 2,20 485,67 €
Landwirtschaft, Fischerei 1,50 331,14 €

Die Obergrenze liegt bei 1.325 € je Woche. Wer mehr verdient, zahlt darüber hinaus keine höheren Sozialversicherungsbeiträge. Dieselbe Grenze gilt für Angestellte, wie im Artikel zu den zyprischen Lohnnebenkosten beschrieben.

Zwei Kategorien treffen fast alle, die aus der IT, der Beratung oder dem Onlinegeschäft kommen: Kategorie 15 (Designer, EDV) und Kategorie 16 (alles Übrige), beide mit Faktor 2,20. Wer dagegen als Direktor der eigenen Limited eingestuft wird, landet bei 4,45 — mehr als das Doppelte.

Was tatsächlich abfließt

Drei Abgaben laufen auf dem versicherbaren Einkommen, jede mit eigener Grenze:

  • Sozialversicherung: 16,6 % aus eigener Tasche. Der volle Satz beträgt 21,8 %, die Differenz von 5,2 % trägt der Staat.
  • GESY: 4 %, mit einer eigenen, viel höheren Grenze von 180.000 € Gesamtjahreseinkommen über alle Einkunftsarten. Der Höchstbetrag liegt damit bei 7.200 € im Jahr.
  • Berufsbildung: 0,5 % — neu seit dem 5. Januar 2026. Die Sozialversicherung schreibt dazu: „από 5.1.2026 υπάρχει υποχρέωση για πληρωμή στο Ταμείο της Αρχής Ανάπτυξης Ανθρώπινου Δυναμικού σε ποσοστό 0,5%“.

Zusammen 21,1 % aus eigener Tasche.

Vierteljährlich, und in jedem Quartal gleich

Q1 Q2 Q3 Q4 5.1.–5.4. 6.4.–5.7. 6.7.–4.10. 5.10.–3.1. JE 13 WOCHEN — GLEICHER BETRAG
Das Beitragsjahr 2026 läuft vom 5. Januar 2026 bis zum 3. Januar 2027, geteilt in vier Quartale zu je dreizehn Wochen.

Der Quartalsbeitrag zur Sozialversicherung ist der Mindestbetrag mal dreizehn Wochen mal 16,6 %. Drei Beispiele aus der amtlichen Tabelle:

Wöchentliches versicherbares Einkommen Quartalsbeitrag
485,67 € (Kategorie 15 und 16) 1.048,08 €
982,38 € (Direktoren) 2.119,98 €
1.325,00 € (Obergrenze) 2.859,35 €

Diese Beträge decken nur die Sozialversicherung. GESY und Berufsbildung kommen hinzu.

Einkommensteuer: die Stufen ab 2026

Der Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit ist Einkommen nach Artikel 5 des Einkommensteuergesetzes. Er wird zum übrigen Einkommen addiert und nach den normalen Stufen besteuert — es gibt keinen eigenen Satz für Selbstständige. Vorausgesetzt ist dabei, dass du in Zypern steuerlich ansässig bist; wovon das abhängt, steht im Ratgeber zur Steueransässigkeit.

Satz Zu versteuerndes Einkommen ab 2026
0 % bis 22.000 €
20 % 22.001 € bis 32.000 €
25 % 32.001 € bis 42.000 €
30 % 42.001 € bis 72.000 €
35 % über 72.000 €

Bis einschließlich Steuerjahr 2025 lag der Freibetrag bei 19.500 € und der Spitzensatz griff über 60.000 €. Die Einzelheiten stehen im Artikel zur Steuerreform.

Sozialversicherungs- und GESY-Beiträge sind abziehbar, aber gemeinsam mit Lebensversicherungsprämien und Beiträgen zu Fonds auf ein Fünftel des Nettoeinkommens gedeckelt.

Abschlüsse: die neue Schwelle von 120.000 €

Das ist die wichtigste Entlastung der Reform für kleine Selbstständige.

Umsatz Bilanzsumme Pflicht
bis 120.000 € — keine Abschlusspflicht
120.001 € bis 200.000 € bis 500.000 € Überprüfung (review)
darüber — geprüfter Abschluss

Bis Steuerjahr 2025 lag die Schwelle bei 70.000 €. Die Werte gelten, wenn der Umsatz in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren darunter oder darüber lag. Abschlüsse dürfen nur von Personen mit Praxiszertifikat der ΣΕΛΚ (ICPAC) oder einer anerkannten Prüferorganisation erstellt werden.

Für Gesellschaften gilt diese Tabelle nicht — dort greift Artikel 152A des Gesellschaftsgesetzes.

Die Fristen im Jahr

  • Steuererklärung und Selbstveranlagungszahlung — 31. Juli des Folgejahres, wenn keine Abschlusspflicht besteht.
  • Steuererklärung und Zahlung — 31. Januar des zweiten Folgejahres, wenn geprüfte oder überprüfte Abschlüsse nötig sind. Für 2026 also der 31. Januar 2028. Diese Frist ist neu: vorher der 31. März des zweiten Folgejahres, und die Zahlung war schon zum 1. August des Folgejahres fällig.
  • Steuervorauszahlung — 31. Juli und 31. Dezember des laufenden Jahres, in zwei gleichen Raten.
  • Neu ab 2026: Wer erst nach dem 30. Juni eines Jahres Einkommen erzielt, gibt die Vorauszahlungserklärung bis zum 31. Dezember desselben Jahres ab und zahlt eine einzige Rate. Das betrifft genau den Fall, dass jemand im zweiten Halbjahr selbstständig wird.
  • Verzugszins 2026: 3,5 %.

Alle übrigen Termine einer zyprischen Firma stehen im Überblick über die zyprischen Steuerfristen.

VAT: dieselbe Schwelle wie bei einer Limited

Die Registrierungspflicht beginnt bei 15.600 € steuerbaren Umsätzen in zwölf zusammenhängenden Monaten oder wenn du das innerhalb der nächsten 30 Tage erwartest. Für den Erwerb von Waren aus anderen Mitgliedstaaten liegt die Schwelle bei 10.251,61 €.

Die Rechtsform ändert daran nichts. Die Pflicht hängt an der wirtschaftlichen Tätigkeit, nicht daran, ob du als Einzelunternehmer oder als Gesellschaft auftrittst. Was danach kommt — die vierteljährliche VAT-Erklärung und bei EU-Kunden die monatliche VIES-Meldung — ist für Selbstständige dasselbe wie für Gesellschaften. Ebenso die Pflichtangaben auf der Rechnung.

Anmeldung: drei getrennte Stellen

  1. Steuerregister. Seit 2026 muss sich jeder in Zypern steuerlich Ansässige ab 25 Jahren eintragen, und jeder mit Einkommen nach Artikel 5 unabhängig vom Alter. Die Eintragung läuft ausschließlich elektronisch über Tax For All. Die Steuernummer hat acht Ziffern und einen Prüfbuchstaben und beginnt mit einer 6.
  2. Sozialversicherung. Eigenes Anmeldeformular beim Bezirksamt der Sozialversicherung, per Post oder persönlich. Ein zweites Formular dient dem Antrag, auf das tatsächliche statt das fiktive Einkommen einzuzahlen. Beiträge lassen sich online über SISweb zahlen.
  3. Gewerbename, wenn du unter einem Namen auftrittst und nicht unter deinem eigenen: Eintragung beim Registrar of Companies nach Cap. 116.

Wer neu nach Zypern gezogen ist, hat davor noch eine vierte Stelle: die Eintragungsbescheinigung für Unionsbürger, den Yellow Slip. Sie ist binnen vier Monaten nach der Einreise zu beantragen und verlangt als Selbstständiger ausgerechnet den Nachweis über vier Monate Sozialversicherungsbeiträge.

Selbstständig oder Limited?

Ein sachlicher Vergleich, beschränkt auf das, was wir belegen konnten. Was die Gründung selbst kostet und welche Fristen danach laufen, steht im Ratgeber zur Firmengründung in Zypern.

Selbstständig Zyprische Limited
Steuer auf den Gewinn Persönliche Stufen, 0 % bis 22.000 €, Spitzensatz 35 % über 72.000 € Körperschaftsteuer 15 % ab 2026
Sozialversicherung 16,6 % auf den Mindestbetrag der Kategorie, auch im schlechten Jahr Ein geschäftsführender Gesellschafter gilt als selbstständig und fällt in Kategorie 3 mit Faktor 4,45 — dem höchsten Wert
Abschlüsse Keine Pflicht bis 120.000 € Umsatz Artikel 152A Gesellschaftsgesetz, eigene Regeln
Abgabefrist 31. Juli des Folgejahres ohne Abschlusspflicht 31. Januar des zweiten Folgejahres
VAT 15.600 € 15.600 €

Der Punkt, der in der Praxis am häufigsten den Ausschlag gibt, steht in der zweiten Zeile: Die Einstufung als Direktor kostet mehr als doppelt so viel Sozialversicherung wie die Auffangkategorie — 2.119,98 € gegen 1.048,08 € je Quartal. Das ist unabhängig davon, wie viel die Gesellschaft verdient hat.

Was wir nicht belegen konnten

Offen über die Lücken zu sprechen, gehört zum Zweck dieser Seite:

  • Die Frist zur erstmaligen Eintragung im Steuerregister für eine natürliche Person. Die 60-Tage-Regel steht in der amtlichen Darstellung für Gesellschaften und für die Mitteilung von Änderungen; eine Erstfrist für Einzelpersonen haben wir dort nicht gefunden.
  • Die Frist zur Anmeldung bei der Sozialversicherung nach Aufnahme der Tätigkeit. „60 Tage” steht nur in Sekundärquellen.
  • Die Strafen für verspätete Anmeldung, weder steuerlich noch bei der Sozialversicherung.
  • Die Zahlungsfrist innerhalb des Beitragsquartals. Verbreitet ist „ein Monat und zehn Tage nach Quartalsende”, belegen konnten wir das nicht.
  • Der Zuschlag bei verspäteter Beitragszahlung. Sekundärquellen nennen 3 % je Monat, gedeckelt bei 27 %; im Gesetzestext fanden wir abweichende Werte. Wir nennen deshalb keine Zahl.
  • Die Haftungslage eines Einzelunternehmers in Zypern. Was allgemein über unbeschränkte Haftung gesagt wird, konnten wir an keiner zyprischen Primärquelle festmachen, und wir schreiben es deshalb nicht hin.
  • Die Kosten von Gründung und laufender Pflicht, für beide Rechtsformen.
Auf dieser Seite
FAQ

Selbstständig in Zypern: häufige Fragen.

Wie viel Sozialversicherung zahlt ein Selbstständiger in Zypern?

Der Beitragssatz zur Sozialversicherung beträgt 21,8 %, davon zahlt der Selbstständige selbst 16,6 % und der Staat 5,2 %. Dazu kommen 4 % GESY und seit dem 5. Januar 2026 weitere 0,5 % an die Behörde für Entwicklung der Humanressourcen. Aus eigener Tasche sind das 21,1 % — aber nicht auf den Gewinn, sondern auf das versicherbare Einkommen der Berufskategorie.

Was bedeutet „fiktives Einkommen“ bei der zyprischen Sozialversicherung?

Zypern bemisst die Beiträge von Selbstständigen nicht am tatsächlichen Gewinn, sondern an einem gesetzlich festgelegten Mindestbetrag je Beruf. Es gibt sechzehn Berufskategorien mit je einem Faktor zwischen 1,50 und 4,45. Der Mindestbetrag ist dieser Faktor mal dem wöchentlichen Grundbetrag von 220,76 €. Wer mehr verdient, zahlt auf das tatsächliche Einkommen bis zur Obergrenze von 1.325 € je Woche; wer weniger verdient, zahlt trotzdem den Mindestbetrag — es sei denn, er beantragt mit Nachweisen, auf das tatsächliche Einkommen einzuzahlen.

Wann sind die Beiträge fällig?

Vierteljährlich. Das Beitragsjahr 2026 läuft vom 5. Januar 2026 bis zum 3. Januar 2027 und ist in vier Quartale zu je dreizehn Wochen geteilt: 5.1. bis 5.4., 6.4. bis 5.7., 6.7. bis 4.10. und 5.10.2026 bis 3.1.2027. Der Betrag ist in jedem Quartal gleich hoch. Die Frist innerhalb des Quartals haben wir in keiner amtlichen Quelle gefunden — sie sollte beim zuständigen Sozialversicherungsamt erfragt werden.

Ab wann muss ich als Selbstständiger Abschlüsse erstellen lassen?

Ab Steuerjahr 2026 gilt eine Umsatzschwelle von 120.000 €, vorher waren es 70.000 €. Unter 120.000 € Umsatz besteht keine Pflicht zur Erstellung von Abschlüssen. Zwischen 120.001 € und 200.000 € genügt eine Überprüfung (review), sofern die Bilanzsumme 500.000 € nicht übersteigt. Darüber sind geprüfte Abschlüsse nötig. Die Schwellen gelten, wenn der Umsatz in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren darunter oder darüber lag.

Bis wann muss ich die Steuererklärung abgeben?

Ohne Pflicht zu Abschlüssen bis zum 31. Juli des Folgejahres, und die Selbstveranlagungssteuer ist zum selben Tag zu zahlen. Mit Pflicht zu geprüften oder überprüften Abschlüssen bis zum 31. Januar des zweiten Folgejahres — für das Steuerjahr 2026 also bis zum 31. Januar 2028. Der Verzugszins liegt 2026 bei 3,5 %.

Brauche ich als Selbstständiger eine VAT-Registrierung?

Dieselbe Schwelle wie für eine Limited: 15.600 € steuerbare Umsätze in zwölf zusammenhängenden Monaten, oder wenn du das innerhalb der nächsten 30 Tage erwartest. Die Rechtsform spielt dabei keine Rolle — die Pflicht hängt an der wirtschaftlichen Tätigkeit, nicht daran, ob du als Einzelunternehmer oder als Gesellschaft auftrittst. Eine freiwillige Registrierung darunter ist möglich.

Was ändert sich 2026 für Selbstständige?

Fünf Dinge: Der Steuerfreibetrag steigt von 19.500 € auf 22.000 €, die Schwelle für Abschlüsse von 70.000 € auf 120.000 €, die Abgabefrist für Abschlusspflichtige rückt vom 31. März auf den 31. Januar des zweiten Folgejahres, wer erst nach dem 30. Juni Einkommen erzielt gibt eine Vorauszahlungserklärung bis zum 31. Dezember desselben Jahres ab, und seit dem 5. Januar 2026 sind 0,5 % an die Behörde für Berufsbildung fällig.

Zahle ich als Direktor einer Limited denselben Beitrag?

Nein, in der Regel mehr. Ein Direktor fällt in Kategorie 3 der Berufstabelle mit dem Faktor 4,45 — dem höchsten der Tabelle, zusammen mit erfahrenen Freiberuflern. Das entspricht einem wöchentlichen Mindestbetrag von 982,38 € und einem Quartalsbeitrag von 2.119,98 € allein zur Sozialversicherung. Ein Selbstständiger in der Auffangkategorie 16 kommt auf 485,67 € je Woche und 1.048,08 € je Quartal.

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